Programmiertipps: KNX-Taster mit dem gesteuerten Kreislauf synchronisieren

Mark Warburton

Von Mark Warburton, Ivory Egg.

Bei der individuellen Steuerung von Leuchten mit KNX wird häufig beanstandet, dass die Tasten den Status der Leuchten nicht korrekt anzeigen und zweimal gedrückt werden müssen, um sie zu bedienen. Dies wird durch eine falsche Einstellung des Rückmeldestatus verursacht.

Bei jeder der unten aufgeführten Gruppenadressen, nämlich 1/0/1, 1/0/11 und 1/0/15, ist ein Sensorobjekt mit einem oder zwei Aktorobjekten verbunden.


Programmierte Verbindungen ohne korrektes Feedback.

Wenn nur Taste 1 zum Umschalten von L1 und nur Taste 2 zum Umschalten von L2 verwendet wird, läuft der Zyklus von EIN/AUS weiter und die Lichter schalten wie erwartet.

Wenn jedoch die Taste 3 zum Umschalten von L1 und L2 verwendet wird, sind sie beim nächsten Drücken der Taste 1 oder 2 nicht mehr in der richtigen Reihenfolge und es ist ein zweiter Druck erforderlich, um das Licht ein- oder auszuschalten.

Verwendung eines 'hörenden' Objekts

Dieses Problem wird überwunden, indem der Rückmeldestatus jedes Stromkreises mit dem Schaltobjekt der Tastatur in einer separaten Gruppenadresse verknüpft wird. Da ein Sensor seinen Wert oder Befehl nur an eine Gruppenadresse senden kann, wird diese zweite Zuordnung zu einem "nicht sendenden" oder "hörenden" Objekt. Es ist möglich zu erkennen, welches die sendende Gruppenadresse ist, da es sich immer um die erste Gruppenadresse handelt, die für ein Objekt aufgeführt ist, und die auch durch ein 's' in der Spalte 'Senden' in der Gruppenadresse angezeigt wird.

Wenn sich ein Wert in der Feedback-Gruppenadresse ändert, aktualisiert das zuhörende Objekt den Status der Schaltfläche, aber im Gegensatz zum sendenden Objekt sendet es keinen Wert auf den Bus.

In den folgenden Bildern enthalten die Rückmeldegruppenadressen 1/0/2 für L1 und 1/0/12 für L2 die "hörenden" Objekte für jeden Taster zusammen mit dem Statusobjekt des entsprechenden Aktorkanals.


Rückmeldegruppenadressen mit den 'hörenden' Objekten für jeden Taster zusammen mit dem Statusobjekt aus dem entsprechenden Aktorkanal.

Wenn das Rückmeldeobjekt des Aktors ein EIN oder AUS sendet, bewirkt dies:

A) Die Status-LED der entsprechenden Taste schaltet sich ein oder aus 

AND

B) Die internen Zustände der Drucktasten, die sich auf diese Leuchte beziehen, werden so eingestellt, dass sie dem aktuellen Zustand des Aktors entsprechen.

Wenn die Taste 3 (1/0/15) gedrückt wird, schalten sich L1 und L2 ein. Die Adressen der Rückkopplungsgruppen (1/0/2 und 1/0/12) teilen den Tasten 1 und 2 mit, dass die entsprechenden Leuchten eingeschaltet sind, so dass beim nächsten Drücken der Taste 1 oder 2 die zugehörige Leuchte ausgeschaltet wird. 

Wenn L1 mit der Taste 1 eingeschaltet wird, weiß auch die Taste 3, dass L1 eingeschaltet ist. Wenn also die Taste 3 gedrückt wird, schaltet sie L1 aus (der nächste Schritt im Umschaltzyklus).

Abschluss

Diese Methode funktioniert, wenn die Schaltflächen so konfiguriert wurden, dass sie den Status basierend auf dem Schaltobjekt anzeigen. Wenn ein separates Objekt zur Aktualisierung des Status vorhanden ist, kann dieses anstelle des Schaltobjekts in der Adresse der Feedback-Gruppe verwendet werden.

Das Problem kann auch auftreten, wenn Leuchten von einem externen Visualisierungs- oder AV-Steuerungssystem gesteuert werden, da die Taster den aktuellen Zustand der Leuchte nicht kennen. Sie führen einfach die nächste Aktion im Zyklus aus, was zu doppelten Betätigungen führen kann. Die oben beschriebene Methode löst dieses Problem, und die Adressen der Rückkopplungsgruppen können auch verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Tasten und Symbole im externen System immer mit den Schaltkreisen synchronisiert sind.

Mark Warburton ist Direktor von Ivory Egg (UK) Ltd, einem Anbieter von führenden KNX Produkten und Anbieter von KNX Schulungen.

www.ivoryegg.co.uk