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Interworking

Einleitung

Interworking ist der wichtigste Vorzug der KNX Technologie und wird wie folgt definiert: 

“Die Situation, in der Produkte Daten senden und empfangen, die sie ohne zusätzliche Ausrüstung genau verstehen und verarbeiten”

Um ein Haus- und Gebäudesystem so optimal wie möglich nutzen zu können, muss die Interworking-Fähigkeit der Produkten unterschiedlicher Hersteller ("multi-vendor interworking") und unterschiedlicher Anwendungsbereiche ("cross-discipline interworking") garantiert sein.

KNX Interworking: Wie ?

Dank der strengen KNX Interworking-Regeln für KNX-zertifizierte Produkte kann heute alles mit KNX-zertifizierten Produkten realisiert werden:

  • Zu allererst müssen Produkte mit dem KNX Logo die KNX-Sprache 'sprechen und verstehen', d. h. sie müssen in der Lage sein, die analogen Signale des angeschlossenen Mediums auszuwerten und sie müssen die Bits und Bytes erkennen, die im KNX- Handbuch festgelegt sind;
  • Zweitens sind alle KNX-zertifizierten Produkte entweder über ein einziges herstellerunabhängigs Engineering Tool (ETS™) programmierbar oder die benutzten Netzwerkhilfsmittel können zumindest mit diesem Engineering Tool ausgelesen werden
  • Nicht zuletzt dürfen spezielle Funktionen – z. B. die Temperaturübermittelung während des laufenden Betriebs – nur durch eine Codierung gemäß der KNX Interworking Spezifikationen realisiert werden. KNX hat einen kompletten Satz von Datentypen für eine große Anzahl von Funktionen genormt (schalten, dimmen, Rollladensteuerung, ganzzahlige und gleitende Werte, Prozent, Datum/Zeit, HVAC, Lichtszenensteuerung, ...).

 

KNX Interworking: Vorteile

Der hier beschriebene Sachverhalt hat zum großen Teil zum heutigen Erfolg von KNX beigetragen. Ohne das strenge Einhalten des Interworking wäre es nicht möglich gewesen:

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  • Den Gebäudeeigentümern die freie Auswahl aus Produkten einer großer Anzahl von KNX- Herstellern zu bieten;
  • Den KNX- Installateuren eine einzige Software wie die ETS für Planung und Konfiguration zur Verfügung zu stellen;
  • Mehrere Tausend KNX- Installateure weltweit einheitlich auszubilden;
  • Den Herstellern das Entwickeln von Nischenprodukten zu ermöglichen, die dank ihrer Interoperabilität mit dem Rest des Systems eine Funktionalität erbringen, die ein einzelner Hersteller mit seiner eigener Produktauswahl nie anbieten könnte;
  • Einen OEM-Markt zwischen den KNX-Herstellern anzukurbeln;
  • Die Entwicklung von Schnittstellen zu anderen Systemen (wie DALI und BACnet) zu vereinfachen.